Notruf: 112

Freiwillige Feuerwehr Gräfelfing e.V.

Gefahren bei Hitze

Allgemeines Verhalten bei Hitze

  • tragen Sie lockere Kleidung
  • trinken Sie mindestens 2 - 3 Liter pro Tag, möglichst Mineralwasser oder verdünnte Säfte
  • vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke und Alkohol
  • nehmen Sie möglichst nur leichte Kost zu sich
  • decken Sie Ihren Mineralverlust, zum Beispiel durch salzhaltige Lebensmittel
  • vermeiden Sie körperliche Anstrengungen
  • suchen Sie Schatten auf
  • tragen Sie in der Sonne stets eine Kopfbedeckung
  • legen Sie Ihre körperlichen Aktivitäten im Freien möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden
  • sorgen Sie für ausreichende Getränkevorräte

Alarmzeichen
Bei Krämpfen in Armen und Beinen oder Bauch, Schwindel, Schwäche und Schlaflosigkeit oder bei Anzeichen für Austrocknung rufen Sie umgehend einen Arzt.
Als erste Hilfsmaßnahme bringen Sie die betroffene Person an einen schattigen, kühlen Ort, lockern Sie ihre Kleidung und geben Sie ihr Mineralwasser zu trinken.

Gefahr Auto
Vor allem wenn Kinder schlafen und es „nur eine Kleinigkeit“ zu erledigen gibt werden Kinder oder auch Hunde gerne im Auto gelassen. Wie schnell die Hitze im Auto tödlich wird, haben Forscher aus den USA untersucht. In einer Tabelle haben sie zusammengefasst, wie die Temperatur im Inneren eines Autos in Abhängigkeit von der Außentemperatur ansteigt.

Wie die meisten wissen werden, etwa vom Fieber, sind Körpertemperaturen über 39 Grad gefährlich und spätestens ab 42 Grad besteht ernste Lebensgefahr! Eltern sollten ihr Kind deshalb nie alleine im Auto lassen und immer auch überprüfen, ob der Kindersitz und die Gurte nicht zu heiß sind, denn hier droht zusätzlich Gefahr durch Brandwunden, vor allem bei leichter Sommerkleidung oder auf nackter Haut.

Zusätzlich:
Kinder schwitzen weniger und heizen schneller auf. Bis zur Pubertät schwitzen Kinder weniger als Erwachsene. Dies führt zu einer geringeren Wärmeabgabe, da weniger Schweiß verdunstet. Insbesondere während körperlicher Aktivität erzeugen Kinder aber mehr Stoffwechselwärme als Erwachsene. Bei extremen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit, wenig Luftbewegung und übermäßiger Anstrengung gelingt es dem kindlichen Körper oft nicht mehr, seine Temperatur genügend herabzusetzen.

Verhalten im Notfall
Wenn Ihnen ein eingeschlossenes Kind in einem in der Sonne geparkten Fahrzeug auffällt, sollten Sie unbedingt reagieren und sich vergewissern, dass es dem Kind gut geht – beherztes Eingreifen kann in so einer Situation Leben retten. Wenn das Kind nicht reagiert oder Lebensgefahr zu befürchten ist, dürfen Sie im Rahmen der Nothilfe auch die Scheibe einschlagen. Benachrichtigen Sie die Polizei und bitten Sie Passanten um Hilfe. Auch ein Fenster, das nur einen schmalen Spalt geöffnet ist, kann eine Überhitzung des Innenraums nicht verhindern – die Luftzirkulation reicht nicht aus, um den Aufheizungseffekt auszugleichen. Wenn die Situation nicht ganz so dringend erscheint, weil das Kind zwar reagiert, aber die Türen und Fenster nicht öffnen kann, benachrichtigen Sie die Polizei oder den Notruf 112.

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