‹D]»ą Feuerwehr GrĂ€felfing : | GerĂ€tehaus

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Freiwillige Feuerwehr GrÀfelfing e.V.

GerÀtehaus

Das FeuerwehrgerÀtehaus im Wandel der Zeit

Die AnfÀnge
Die Geschichte des FeuerwehrgerĂ€tehauses in GrĂ€felfing, oder genauer gesagt der GerĂ€tehĂ€user begann in den Anfangsjahren nach der GrĂŒndung der „Freiwilligen Feuerwehr“ im Jahre 1890 mit Provisorien. Erster AusrĂŒstungsgegenstand war eine Handpumpe, schon bald ergĂ€nzt durch zwei Hydrantenwagen. Die GerĂ€tschaften wurden in zwei „SpritzenhĂ€user“ untergestellt. Eines befand sich in der WĂŒrmstraße, in der NĂ€he der Angersiedlung, ein weiteres „Zeughaus“ befand sich beim „Böhmerhof“ in Altlochham. In diesem ehemaligen Bauernhof befindet sich jetzt eine Jugendfreizeiteinrichtung.

An dessen Nordseite befand sich lange Jahre ein Bildnis mit einer klassischen Szene des „Heiligen Florians“. Der Leinwandstoff war schon arg verwittert und musste fachmĂ€nnisch in mĂŒhevoller Kleinarbeit restauriert werden. Das runderneuerte GemĂ€lde befindet sich heute zum Schutz vor weiterer Verwitterung an der Westseite im Inneren unserer großen Fahrzeughalle.

Das erste eigene Haus
Ab 1909 bezog die Freiwillige Feuerwehr GrĂ€felfing das freigewordene ehemalige SchulgebĂ€ude an der Pasinger Straße 16. In diesem Domizil wurde auch das erste Feuerwehrauto der FFW GrĂ€felfing, ein „NAG Protos“, Baujahr 1929, zusammen mit einer Motorspritze eingestellt. 1941 erhielt die Feuerwehr ein „LF 8“, eine fĂŒr damalige Zeit enorme technische Aufwertung der Wehr. Es war bis 1964 im Dienst, bevor es nach Buchendorf verkauft wurde. Die RĂ€umlichkeiten an der Pasinger Straße reichten jedoch fĂŒr Mannschaft und AusrĂŒstung schon bald nicht mehr aus.

Das Haus an der Bahnhofstraße

Die Unterbringung der Fahrzeuge und der GerĂ€tschaften erfuhr im Jahre 1951 eine weitere erhebliche Verbesserung. Die Gemeinde GrĂ€felfing baute fĂŒr einen Kostenaufwand von damals 100.000,- DM an der Bahnhofstraße ein neues GerĂ€tehaus. Dieses Haus blieb die Heimat der Feuerwehr, bis zum Neubau in der WĂŒrmstraße im Jahr 1972.
Aber in den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts platzte auch dieses GebÀude schon bald wieder aus den NÀhten. Die Ausstattung der Fahrzeuge und die Zahl der technischen GerÀte musste, infolge zunehmender Einwohnerzahl und den damit verbundenen höheren Anforderungen bei den EinsÀtzen, ergÀnzt bzw. erweitert werden.
Es wurden Überlegungen angestellt fĂŒr einen An- oder Umbau des Hauses.
Insbesondere durch das Engagement der damaligen VereinsfĂŒhrung, mit Johann Wittmann als 1. Kommandanten und dem 1. Vorsitzenden Markus Winter, zusammen mit dem neuen 1. BĂŒrgermeister Dr. Eberhard Reichert wurde eine Lösung gefunden: der Gemeinderat beschloss einen kompletten Neubau in unmittelbarer NĂ€he zu errichten.

 

Der Architekturwettbewerb mit Weitblick
Die besondere stĂ€dtebauliche Lage und Platzierung des neuen FeuerwehrgerĂ€tehauses im Mittelpunkt des Ortskerns und in unmittelbarer NĂ€he der denkmalgeschĂŒtzten Stefanuskirche erforderte einen Architekturwettbewerb. Gewonnen hatte schließlich der Entwurf des ArchitekturbĂŒros „BrĂŒntrup / Flier“.

Ausschlaggebende Punkte sich fĂŒr diesen Entwurf zu entscheiden waren:

  • dass der geplante Neubau wegen seiner niedrigen Bauhöhe besonders gut in die Umgebung passte
  • dass die technischen und organisatorischen Funktionen und Anforderungen der Feuerwehr durch die Aufgliederung in zwei Baukörper am besten zu erfĂŒllen sind

Die Dimension des neuen GerĂ€tehauses war fĂŒr die damalige Zeit schon ein bemerkenswerter Meilenstein. In dieser Bauversion wurde erstmals bei einem Feuerwehrhaus nicht nur der Gedanke eines reinen Zweckbaus umgesetzt.
So wurde ein VerwaltungsgebĂ€ude mit zwei Wohnungen fĂŒr die GerĂ€tewarte, mehreren BĂŒrorĂ€umen, einer Funkzentrale, einer AtemschutzĂŒbungsstrecke, UnterrichtsrĂ€umen, AufenthaltsrĂ€umen und SozialrĂ€umen erstellt.
Das besonders langfristige Vorausdenken der Planer zeigte sich unter anderem auch daran, dass die Dusch- und SanitĂ€ranlagen schon sowohl fĂŒr Damen als auch Herren ausgestattet wurden, obwohl weibliche EinsatzkrĂ€fte erst Jahrzehnte spĂ€ter in den aktiven Dienst der Feuerwehr GrĂ€felfing aufgenommen wurden.
Der GebĂ€udetrakt „Fahrzeughalle“ ist neben den FahrzeugstellplĂ€tzen mit einer separaten Wasch- und Pflegehalle, mit einer Werkstatt und einer Atemschutzpflegestelle ausgestattet. Im Kellergeschoss unter der Fahrzeughalle befindet sich die Schlauchpflege mit einer 22m langen „Schlauchbadewanne“.
Die Weitsicht dieser Planungen zeigte sich aber auch daran, dass fast 35 Jahre keine Umbauten am Bestand des GebĂ€udes notwendig waren. Und selbst die dann ab 2005 erfolgten Umbaumaßnahmen konnten in den Altbestand vollstĂ€ndig integriert werden, ja sogar wĂ€hrend des laufenden Betriebes ausgefĂŒhrt werden.

Modernisierung
Neue Erkenntnisse auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens haben die Notwendigkeit einer Modernisierung des FeuerwehrgerĂ€tehauses schnell erkennen lassen. Eine Gruppe von mehreren Kameraden fand sich zusammen, um ein entsprechendes Konzept fĂŒr die notwendige Umgestaltung der Gemeinde vorzulegen.

Die wichtigsten Ziele fĂŒr die Planungen der Projektgruppe waren:

  • Ein Übungsturm auf dem GelĂ€nde der Feuerwehr und damit ein Zugewinn an Übungsmöglichkeiten.
  • Zwei zusĂ€tzliche StellplĂ€tze fĂŒr die Mannschaftstransportfahrzeuge
  • Ein Einsatzlager fĂŒr den sofortigen Zugriff, ebenerdig von der Fahrzeughalle aus erreichbar
  • Eine Einsatzgarderobe fĂŒr die persönliche SchutzausrĂŒstung, in einem eigenen fensterlosen Raum mit Heizung und mit einer Be- und EntlĂŒftung
  • Die energetische Sanierung des GebĂ€udes mit WĂ€rmedĂ€mmung
  • Neue Fenster mit wĂ€rmeisoliertem Glas
  • Eine Photovoltaikanlage
  • Eine Regenwasserzisterne
  • Die Automatisierung des Öffnungs- und Schließvorganges der Fahrzeughallentore
  • Die Erneuerung der elektrischen Anlagen auch mit Fehlerschutzschalter
  • Die Einsatzzentrale in der NĂ€he der Fahrzeuge

Die Gemeinde GrĂ€felfing entschied sich auf Grundlage dieser VorschlĂ€ge zu planen. Unter der Leitung der Architektin Frau Haberl wurden diese nahezu vollstĂ€ndig zur AusfĂŒhrung gebracht.

Die verschiedenen Maßnahmen wurden in zwei großen Bauabschnitten von der Gemeindeverwaltung in Auftrag gegeben. Die ersten Arbeiten begannen 2005.

Durch die gute Finanzlage der Gemeinde GrĂ€felfing, konnte 2007 mit dem zweiten Teil begonnen werden. Diese Bauarbeiten zogen sich bis in das FrĂŒhjahr 2010 hin.

Im Rahmen der 120-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr GrĂ€felfing wurde das „Neue FeuerwehrgerĂ€tehaus“ offiziell in Betrieb genommen.

Fahrzeughalle 3
Die RĂŒckfĂŒhrung unseres ehemaligen „LF 16 TS“ (Baujahr 1965) durch die Feuerwehr Zschorlau, anlĂ€sslich der Einweihungsfeier unseres neuen Tanklöschfahrzeuges „TLF 20/40-SL“ im Jahre 2010, erforderte eine zusĂ€tzliche Unterbringungsmöglichkeit.

Auf Bestreben des damaligen 1. BĂŒrgermeisters Christoph Göbel wurde eine zusĂ€tzliche Halle zum Unterstellen auf dem GelĂ€nde der Feuerwehr errichtet.

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